Leipziger Buchmesse 2016
Europa 21, so lautete das Thema der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Was für ein Wahlspruch im krisengeschüttelten Europa und angesichts der vielen Menschen, die an der Pforte zu uns überdeutlich klopfen. Doch die Stimmung war keineswegs getrübt und in all den vielen Diskussionen wurde sehr kompetent und kontrovers diskutiert. Der Balkan, schon immer ein Schwerpunkt der Messe, ist aber viel mehr als nur diese Route, die durch unsere Medien geistert. Schon lange haben die Besucher keine solche Messe mehr erlebt, in der die politische Auseinandersetzung so sehr im Vordergrund stand. Schriftsteller, Wissenschaftler und Politiker, alle suchen Antworten, auf die komplexen Fragen der Zeit. Doch die Literatur kam nicht zu kurz. Auf dem blauen Sofa, bei arte und 3sat reichten sich die Autoren im Halbstundentakt die Hand. Bei so vielen guten Neuerscheinungen muss es uns Buchhändlern nicht bange werden, dass der Lesestoff ausgeht. Die Messestadt wurde ihrem Wahlspruch „Leipzig liest“ wieder mehr als gerecht. Denn wenn die Messe Tore schließen, geht es weiter bis spät in die Nacht, mit Lesungen und Vorträgen verteilt auf die ganze Stadt.

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